Willkommen in unserem FotoCamper-reiseblog

Wie lange noch?

Der Camper steht eingemottet vor dem Haus und die Sehnsucht nach der nächsten Reise wächst. – hier unser Rezept gegen Fernweh….

Wie lange noch?

Ja diese Frage stellen wir uns momentan oft….ja vielleicht viel zu oft….
Die Weihnachtszeit mit ihren Lichtern ist vorbei. Das neue Jahr hat „coronatechnisch“ genauso begonnen, wie das alte aufgehört hat. Keiner weiß, wann er wieder reisen darf. Und die Aussichten sind im Moment nicht sehr rosig.


Vergessen wir mal den Ärger über die, die das wenig interessiert und die trotzdem unterwegs sind. Diejenigen gab es ja vorher schon. Die Menschen, die sich mit der Wertschätzung ihrer Mitmenschen schwer tun.
Denken wir jetzt mal nur an die, die genauso denken, wie wir.

Denen verraten wir unser Rezept gegen Fernweh gerne:

Urlaubsbilder und Filme erneut sichten und bisher unbeachtete Details entdecken
Es macht viel Spaß nach längerer Zeit, zusammen Bilder anzuschauen. Witzig, was uns dabei auf- bzw. wieder eingefallen ist. Schöne Erinnerungen, die plötzlich wieder lebendig sind. Ein wenig Balsam für die Seele in dieser tristen Zeit…

im Reiseführer schmökern und zwar auch einmal bei den weniger bekannten Orten – Neuentdeckungen, die Vorfreude erzeugen
Auf diese Art und Weise macht das Pläne schmieden für eine der nächsten Reisen wieder Spaß. Neue Orte z.B. auf Googleearth „vorerkunden“ – ein kleiner Ausflug weg vom Alltag

ein Lieblingsgericht der letzten Reise nachkochen bzw. einen mitgebrachten Wein genießen
Schöne Erlebnisse sind Bauchsache. Und warum nicht einfach den Bauch direkt mit einer „Reiseerinnerung“ in Form eines selbstgemachten Picigerichtes oder eines Antipasti-Tellers positiv ansprechen. Dazu eignet sich im Übrigen auch ein Fläschchen Wein von der letzten Weinverkostung auf einem schönen Weingut…



In den oben stehenden Bildergalerien seht Ihr die Auswahl der Fotos, die uns gegen den „Nicht-auf-Reise-gehen-dürfen“-Blues in den letzten Wochen etwas freundlicher gestimmt haben.

Nachmachen empfohlen!


Auch schulden wir Euch noch die Antwort zu unserer Onlineweihnachtsfeier: Sie war anders. Am Anfang etwas schwerfällig, aber dann hat es allen Beteiligten einen Riesenspaß bereitet. Eine Schalte zwischen mehreren Küchen bzw. Wohnzimmern in Deutschland mit vielen neuen Einblicken und Geschichten über Menschen, die man schon jahrelang kennt. Eine tolle Erfahrung!!

Gans oder aber Rührei ? Vorfreude auf’s Online-Dinner

08. Dezember 2020
Es ist ernst….die Corona Lage in Europa macht keinen Spaß und irgendwie nimmt sie einem fast die Weihnachtsstimmung.
Wäre da nicht das geplante Online-Weihnachtsessen am kommenden Samstag mit einigen netten Menschen, auf das wir uns sehr freuen.
Wie durch einen Zufall haben wir einen Online-Caterer gefunden, der alle Teilnehmer mit den Wunschgerichten (hoffentlich!) beliefern wird. Und hier kommt nun wieder ein gewisser, ernst gemeinter Gedanke zum Tragen: Kommt die Lieferung des Caterers nicht wie geordert pünktlich vor dem Wochenende, müssen wir wohl auf den jeweiligen Inhalt des häuslichen Kühlschranks zurückgreifen:

Also Gans oder vielleicht doch nur Rührei?

frei erfunden zur Corona Weihnachtszeit

Es bleibt spannend bis zu dem Moment, an dem am Samstag das letzte DHL Fahrzeug an den Häusern/Wohnungen der Teilnehmer vorbeigefahren ist. Aber auch ohne eine Lieferung, werden wir über „die Küchenschalte“ gemeinsam kochen. Und wie im verlinkten Video zu sehen, es geht nicht immer alles so glatt in der Küche!!

Dann ist da noch ein weiteres Paket im Umlauf, denn wir möchten ja auch gerne „online“ mit allen Teilnehmern mit dem gleichen, von uns ausgewähltem Getränk anstoßen und uns gemeinsam wünschen, dass wir beim nächsten Weihnachtsessen wieder alle zusammen an einem „echten Tisch“ sitzen dürfen.

Auch hier hoffen wir auf pünktliche Lieferung zum angestrebten Termin…und auch hier bildet die Durchfahrt des letzten DHL Fahrzeuges am kommenden Samstag die letzte Lieferchance.
Natürlich könnte auch passieren, dass ein netter Nachbar die Pakete bereits am Freitag angenommen hat und schon Samstag zur Mittagszeit leicht beschwipst und satt am Adventskranz sitzt und sich über die beiden bereits brennenden Kerzlein freut?!

Aber egal…trotz der allgemein schlechten Stimmung hat uns die Vorbereitung und das Ausmalen, was Alles passieren könnte, viel Spaß gemacht. Angefangen vom Vorabtest der Speisen in unserer Küche, über das Aussuchen der passenden Getränke oder aber die aufregende Jagd nach den richtigen Versandkartons für die Getränkelieferung. Es hatte irgendwie weihnachtlichen Charme!

An die Teilnehmer bleibt nur noch anzumerken, dass diese eine Einladung per Email zu unserem „Online-Dinner“ erhalten werden. Die Lieferungen der Speisen und Getränke soll am 11. Dezember erfolgen.

Nun bleibt nur noch zu hoffen, dass alles so ankommt, wie bestellt:
Ansonsten ziehen wir nämlich Rezept B:

die „Weihnachtliche Rühreivariation“ mit häuslichen Weinreserven!
Geht schnell, hat normalerweise jeder Zuhause und ist bestimmt auch lustig….
…wir werden berichten…



Sehnsucht nach der Ferne…

28. November 2020
Normalerweise machen wir uns um diese Zeit Gedanken, wo wir unser Weihnachten und Silvester verbringen werden. Aber in diesem Jahr ist alles anders. Unser Wohnmobil steht vor der Tür und soll sich die nächsten Wochen nicht bewegen. Traurig, aber so ist es. Da bleibt uns nur die Möglichkeit, sich ab und an durch die Urlaubsgalerien zu klicken und von einem Aufenthalt in der Sonne zu träumen. Ein paar der Fotos, mit denen wir uns heute weggeträumt haben, findet Ihr in diesem Beitrag.

Eine Womotour ganz unbeschwert im Winter, wenn Sizilien schläft….wann wird so etwas wieder möglich sein. Diese wundervolle Insel im Winter zu bereisen, ist eigentlich das, was wir in diesem Jahr mal wieder vorhatten. Aber leider bleibt das nur ein Traum. Die Fotos zeigen einige unserer Stationen auf unseren bisherigen Reisen nach Sizilien. Zum Mitträumen schön….

Wie kochen wir uns die Toskana in die eigenen vier Wände?

18. Oktober 2020
Es ist Oktober….von einem goldenen Oktober kann in diesem Jahr aber leider nicht die Rede sein.
Es ist eher grau. Und genau das passt irgendwie zum Rest dieses Jahres. Corona breitet sich weiter stark in Europa aus und Italien rückt in fast unerreichbare Ferne.
Da hilft nur eins: wir kochen uns die Toskana nach Hause!!

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Gewählt haben wir dafür ein typisches, toskanisches Pastagericht, nämlich Pici all’Aglione – dicke, handgerollte Spaghetti mit Knoblauch-Tomatensauce, hergestellt aus den riesigen Knollen aus dem Val di Chiana im Nordosten der Toskana.
Ja, diese Knolle ist wirklich riesig. Wir haben uns zwei davon aus Arezzo mitgebracht. Zusammen brachten sie 800g auf die Waage.
Natürlich kann man ersatzweise auch normalen Knoblauch nehmen, aber eigentlich sagt es schon der Name des Gerichtes: Pici all’AGLIONE – dicke Spaghetti mit riesigem Knoblauch
(aglio (ital.) für Knoblauch – hängt man bei einem italienischen Wort ein „one“ an, bedeutet dieses eine Steigerung in der Größe)
Und, wie auf den Bildern zu sehen…..die Knollen sind wirklich groß!!

Herbstblues macht Lust auf Pasta…
Die Riesenknolle und Pastateig, der zu Pici werden will…


Und so kocht man sich die Toskana zuhause in die vier Wände:

500g Hartweizengrieß mit Salz vermengen
Wasser hinzugeben und zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten

Wir benutzen hierfür die Knetfunktion unserer Küchenmaschine! Ein wichtiger Tipp für die Herstellung der Pici: Am besten gelingt die Herstellung dieser dicken Spaghetti an einem nebligen oder verregneten Tag. Denn dann ist die Luftfeuchtigkeit hoch und beim Rollen der Pici zerbröseln diese nicht!!

Den geschmeidigen Teig mindestens eine Stunde in einem Küchentuch bei Zimmertemperatur ruhen lassen, erneut kneten, in eine Rollen mit ca. 3 cm Durchmesser formen, in etwa walnussgroße Stücke zerschneiden und diese mit der Hand auf einem Backbrett zu langen dicken Spaghetti formen.
Nach Fertigstellung kurz in Mehl wälzen, damit sie nicht aneinander hängen bleiben. Ist etwas Arbeit, aber es lohnt sich…

Für die Sauce: eine Riesenzehe des Aglione zerreiben und mit Wasser cremig rühren.
ca. 600g Tomaten waschen, putzen und würfeln und mit dem Pürierstab zerkleinern.
Diese Tomatensauce mit Salz und Pfeffer und gegebenenfalls mit etwas Tomatenmark abschmecken. Erhitzen….
In der Zwischenzeit ausreichend Wasser zum Kochen bringen und die Pici darin „al dente“ kochen.
Die fertigen Pici in eine Schüssel geben, Tomatensauce und Knoblauchcreme hinzufügen, umrühren und fertig. Diese Portion ist für 4 Personen gedacht.

Und jetzt kommen die Feinheiten: Spricht man mit Einwohnern der Südtoskana, halten diese es für eine Sünde Pici all’Aglione mit Parmesan zu mischen und zu essen. Hierzu können sie regelrechte Abhandlungen vortragen. Hingegen sagen Einwohner aus Siena, dass etwas Parmesan zu diesem Gericht nicht ausreicht. Es würde richtig viel Parmesan dazugehören…Ist schon interessant, wie die Geschmäcker da auseinandergehen…

Aber egal….Hauptsache es schmeckt.
Dieses einfache, typische Toskana-Essen ist für uns immer ein Highlight und ein kleines Stück Toskana, das wir uns ganz einfach in die Eigenen Vier Wände kochen können. Buon Appetito!

Ralf’s neuestes WerK „Zeeuwse Makrowelten“

9. Oktober 2020
Ein wunderbarer Film über die Makrowelt der Unterwasserwelt Zeelands.
Wie so oft haben mich die Bilder einfach nur begeistert. Ich bewundere, wie Ralf es schafft die Tiere in dieser Art abzubilden, wie klar und ruhig die Aufnahmen sind und wie fantastisch er seine Hauptdarsteller beleuchtet. Und dann noch diese schöne, kleine Geschichte über seine/unsere Passion.

Danke, lieber Ralf, der Film ist wundervoll