Willkommen in unserem FotoCamper-reiseblog

Eine Liebeserklärung….

01. August 2020
…da ist er wieder: der verhasste letzte volle Tag im Urlaub. Vielleicht einmal ein Anlass um „Danke“ zu sagen.

Ob an unser Team, Ralf, Ulli, Allie und Deomaus, die auch in diesem Urlaub wieder als Rudel aufgetreten sind oder einfach nur an diese wundervolle Provinz in den Niederlanden, die selbst verwöhnte Taucherherzen noch glücklich machen kann.

In den doch mittlerweile sehr zahlreichen Tauchgängen hier haben wir gelernt, dass man oft einfach genauer hinsehen muss, um wahre Schönheit zu entdecken…ist das nicht immer so?….

Nun nochmal zurück zum heutigen Tag nach all den Lobeshymnen….Kirschplunder 3.0 hat natürlich stattgefunden, denn was wäre ein Stop in Wolphaartsdijk ohne diese süße Versuchung. Heute morgen sind wir erst um halb 9 hier gewesen, denn die letzte Nacht hatte etwas Tropisches. Bis gegen ein Uhr zeigte das Thermometer noch etwa 25 Grad an, die dann durch ein kurzes Gewitter auf 21 Grad „runtergekühlt“ wurden. Entsprechend haben wir heute Morgen um jede Minute in der Waagerechten gerungen…die Tauchgänge waren nett, aber bis auf eine Seenadel und ein paar Nacktschnecken gab es nichts Spektakuläres zu kucken…

Heute vormittag war es so bewölkt und kalt, dass ein Kuschelpulli angenehm zu tragen war….nun brennt die Sonne vom nahezu wolkenfreien, blauen Himmel und gibt nochmal Alles für unseren letzten Nachmittag bzw. Abend hier in Zeeland.

Unsere Tour nach dem Tauchen führt an Middelburg vorbei, über den Veersedamm und Neeltje Jans nach Scharendijke. Diesen Ort haben wir bewusst wegen der großen Menschenansammlungen in den letzten Tagen gemieden….Corona sei Dank….Aber heute schauen wir auf unserer Abschiedsrundfahrt nochmal kurz bei den Seehunden an der Brouwerssluis vorbei…ohne geht nicht….

…viel Spaß mit den Fotos…

Ein toller Tag mit Traumwetter, entspannten Tauchgängen, netten Smalltalks am Straßenrand, einer genußvollen Kirschplunder und vielen schönen Eindrücken neigt sich dem Ende zu.
Wir genießen jetzt, wenn die Kurbelarbeiten zum Einstellen der Bilder und des Texte abgeschlossen sind, noch ein „Gute Nacht Bierchen“ und denken schon jetzt an „das nächste Mal“….Tot Ziens, Zeeland!!!

Freitags in Zeeland..

31. Juli 2020
Es ist Freitag…und es ist gerade mal 6 Uhr. Die Sonne lugt bereits durchs Fenster und beim noch recht schwierigen Öffnen der Augen ist bereits der wundervolle, blaue, zeeländische Himmel zu sehen. Relativ warm ist es auch schon und daher wahrscheinlich auch etwas diesig.

Unsere erste Tauchplatzidee, nämlich Dreischor Gemaal, verwerfen wir schnell wegen der bereis jetzt relativ hohen Temperaturen und dem mangelnden Wind hinterm Deich am Parkplatz…so kommt es, dass wir nun mit dem Womo in Dreischor Frans Kok stehen. Überraschenderweise ist die Sicht so, wie wir sie noch aus dem Juni kennen. Und so früh ( es ist noch vor acht) ist hier fast nichts los.

Die Tauchgänge sind entspannend und fototechnisch recht ergiebig. Eine Sache hinterlässt aber ein grummelndes Gefühl in der Magengrube. Eigentlich schon fast draußen, auf ein Tiefe von ca. 2 Meter unterm Steg, tritt eine andere Taucherin Ulli während des Fotografierens gegen den Kopf, so daß Ullis Maske verrutscht. Ist ein wenig stressig, aber kann mal passieren. Aber einfach wegschwimmen und so tun, als wäre nichts gewesen….geht gar nicht. Auf dem Steg bei Nachfrage auch noch zu behaupten, Ulli hätte mehr Rücksicht nehmen sollen, ist sehr befremdlich, erst Recht, wenn eine solche Äußerung von einem Tauchlehrer kommt. Egal…es ist trotzdem schön hier und trotz der 30 Grad perfekt auszuhalten….dank des kühlen Windes.

Ab etwa 14 Uhr gesellen sich immer mehr Einheimische zum Baden hier ans Wasser aber es ist immer noch überschaubar…es ist ja auch Freitag in Zeeland…

Wir wollen es wirklich wissen…es müssen heute unbedingt vier Tauchgänge sein…morgens die ersten und heute Abend sind wir die letzten Taucher die um ca. halb 8 den Parkplatz am Frans Kok Riff verlassen.

Schnell noch ein paar Bierchen und was so benötigt wird eingekauft und schon sitzen wir wieder auf unserem schönen Stellplatz in Kerkwerve, vergessen wir mal die extrem geltungsbedürftigen Nachbarn, und beginnen mit den Sichten unserer Fotos…ein wenig Text dazu und dann hoffen, das das Netz heute etwas schneller ist.
Ach übrigens:Für morgen steht Kirschplunder 3.0 auf dem Programm…ach ja und ein wenig Tauchen…

Bunter Bewuchs, Frühstück am Meer und eine riesige Seenadel

30. Juli 2020
Unser heutiges Ziel heißt Geersdijk am Veersemeer, denn wir möchten gerne den Domeport (spezielle Optik für Weitwinkelfotografie) einsetzen. Als wir ankommen, parkt bereits ein Fahrzeug auf dem Parkplatz. Aber es ist noch genügend Raum, um sich nett ans Wasser und halb ins Gras zu stellen. Nach einem Frühstück am kleinen Winztisch, dafür aber mit Ausblick, sind die Klamotten schnell fertig, um ausnahmsweise mal wieder der Welt unter der Wasseroberfläche einen Besuch abzustatten.

Schnell ist der auf etwa 2 m liegende Anker gefunden und wir folgen dem Seil, das wellenweise (über drei Pfosten, die aus der Wasseroberfläche ragen) nach und nach in eine Tiefe von 5 Metern abfällt. Hier hat es einige Weidestöcke, um Sepias mit ihrer Eiablage zu unterstützen bzw. anzulocken. Und hier stehen auch schon sehr lange zwei Holzbuhnen im Wasser, die mittlerweile, ähnlich der Seile, über und über mit Schwämmen, Seescheiden und Anemonen bewachsen sind. Ein perfekter Ort um besagte Kameralinse zu testen ..wir sind schon ganz gespannt auf die Aufnahmen.

Wer schon ab und an auf unserer Seite Berichte gelesen hat, kann sich vielleicht an die Spezies „Darth Vader“ erinnern. Diese Spezies gibt es hier auch. Über und über bepackt mit Tauchmaterial…kann man sich da denn unter Wasser noch bewegen? Auch ist noch ein Gruppe Taucher aus Holland angekommen, die scheinbar planen, zu sechst ins Wasser zu gehen, was einer Überfüllung und Nichteinhaltung des Sicherheitsabstandes von 1,5 m auch unter Wasser zur Folge hätte. Doch wir haben Glück und Sie gehen dann doch als Buddyteams….gut für die Sichtweiten unter Wasser und natürlich für uns.
Als sie nach einer guten Stunde von ihrem Tauchgang zurückkommen, ist es Zeit wieder ins Wasser zu steigen. Dieses Mal entscheiden wir uns für die Makrooptik. Für das, was wir finden, hätte sich fast die Weitwinkellinse gelohnt. Es ist eine gute 50 cm lange Seenadel. Sie zählt neben den Wolfsbarschen zu den größten Fischen, die wir hier in Zeeland bisher gesehen haben. Alles in allem ein ruhiger gemütlicher Tauchgang mit einer für uns sehr außergewöhnlichen Begegnung.

Die Ausrüstung trocknet heute sehr gut…wir haben ca. 27 Grad und der Himmel ist kitschblau. Hoffentlich ist die Zufahrt zu unserem Parkplatz nicht so zugeparkt, dass wir nicht zur Hauptstraße zurückkommen. Nein – es ist alles entspannt und unsere Fahrt führt uns mit kurzem Abstecher über Neeltje Jans zu den Deltawerken und weiter über einen Aperitivostop am Plompetoren zurück nach Kerkwerve .

Kaum angekommen, sichten wir ein paar Fotos für Euch, kümmern uns um ein paar nette Texte und genießen die Sonne bis zum Sonnenuntergang. Welchen Tauchplatz wir uns am morgigen Freitag gönnen, ist noch in der Schwebe…aber letztendlich lohnen sie sich alle….“lesen“ wir uns morgen?

Kirschplunder, Sepiola – ein Zwergtintenfisch und kühler Wind

29.Juli 2020
Ist es Allie, die gegen 6 Uhr im Traum bellt, oder ist es der Gedanke an eine leckere Kirschplunder zum Frühstück, der uns um halb 7 weckt? Wahrscheinlich ist es eine Kombi aus Beidem.

Über Zierikzee und die Zeelandbrücke gelangen wir nach Wolphaartsdijke. Die Luft ist kühl und klar und die Sonne scheint. Zu Allererst heißt es Flaschenfüllen an der Füllstation am Sparmarkt. Dann kurz umparken, einkaufen….und dann ein „Kirschplundermoment mit frischem Kaffee!! Herrlich!!

Schnell ist die Tauchausrüstung zusammengeschraubt und dann heißt es auch schon: Abtauchen. Auf 8 m TIefe auf der Sandfläche ist heute morgen Einiges los: eine Sepiola – Zwergtintenfisch versucht sich im Sand einzugraben, eine mit gelbem Schwamm eingepackte Gespensterkrabbe scheint fast unwirklich und eine große Seenadel tut so, als wäre sie nicht zu sehen…ein echter Genußtauchgang. Schade, dass so ein Tauchgang immer so schnell vorbei ist….

Vorm Womo warten ist heute recht angenehm…es ist kühl, vor allem wenn sich die Wolken vor die Sonne schieben. Allie und Deomaus genießen dieses Klima…für uns wäre ein wenig mehr Wärme zwischen den Tauchgängen ganz nett…aber die Temperaturen sind ausbaufägig. Nach dem zweiten Tauchgang in einem wunderschönen Zeelandwasser mit Sichtweiten um die 6 Meter hat auch endlich jemand das Thermostat auf „warm“ gestellt. Nun ist es wunderbar aus dem Tauchanzug zu steigen und in Ruhe die Ausrüstung zum Trocknen vorzubereiten. Natürlich heisst es jetzt auch Bilder und Filmsequenzen sichten….wir sind jedenfalls mit dem Ergebnis zufrieden…bliebe zu hoffen, dass Ihr es auch seid.

Nach einem kurzen Besuch im Spar zum Proviantaufstocken für unseren geplanten Grillabend geht es zurück…wieder über die wundervolle Zeelandbrücke, an Zierikzee vorbei nach Kerkwerve auf diesen kleinen, für uns perfekten Traumplatz.

Schnell die Picknickdecke auf den Rasen…ein Dekobierchen, ein paar Chips und dann erstmal Ausruhen, Logbuchschreiben und irgendwann mal mit den Barbecuevorbereitungen starten…ach ja und natürlich ein wenig Text für Euch zusammenbauen.

Bei diesem wundervollen Licht heute Abend macht es Spaß, nochmal die Kamera auszupacken. Wäre schade, Euch die schönen Winkel und Aussichten hier in Kerkwerve vorzuenthalten…

Ideen zur morgigen Tagesplanung gibt es auch schon…freut Euch also…wir tun’s auch…

Schweinswale zum Frühstück, Oosterschelde und ein Umzug in die Ruhe

28. Juli 2020

Fast wie jeden Morgen werden wir um 7 Uhr wach…ob das wohl an dem Hahn in der Nähe liegt? Allie und Deomaus wollen nach ihrem Morgenschmuser Gassi gehen und so ist es etwa halb 8 als wir den Platz in Richtung Zoeterrsbout verlassen. Durch die „Wälder“ von Sirjansland geht es zu unserem heutigen Tauchplatz. Dort hat ein Womo verbotenerweise übernachtet…ansonsten ist es noch ruhig und es sind keine Taucher in Sicht.
Kaum sind wir zum Sichtweitencheck auf dem Deich angekommen, können wir sie in der morgendlichen Stille schon hören….Schweinswale beim Ausatmen an der Oberfläche – klingt so ähnlich, als würde man völlig erschöpft einen riesigen Schnorchel ausblasen! Und dann sehen wir sie auch…permanent zeigen sich ihre Rückenflossen und ab uns zu mehr. Leider weiß unsere Kamera nicht, wo genau die Jungs gerade auftauchen. Aber ein paar Fotos gelingen uns während der etwa 15 Minuten dauernden Vorstellung. Und es sind nicht nur Schweiswale!! Da schmeckt das Frühstück nochmal so gut!!

Wenig später geht es los: wir tauchen an der Treppe entlang nach unten auf etwa 4,5 Meter Tiefe. Geht hier nur bei Hochwasser. Und dann lassen wir uns mit der Strömung in Richtung Westen treiben…eine Schule Wolfsbarsche empfängt uns…blöd wenn man gerade die Makrovorsatzlinse draufhat. Aber egal.. es gibt jede Menge zum Kucken und die Sicht war hier für uns noch nie so gut wie heute Morgen.
Wir finden Fadenschnecken, Goniodoris, Hummer, Gehäuseschnecken, blaue Röhrenwürmer….wundervolles Leben, um es auf’s Bild zu bannen.

Als wir zurückkommen hat sich der Parkplatz etwas gefüllt. Die „Übernachter“ sind weitergefahren und rund um unser Womo wird Tauchgerödel zusammengeschraubt. Mittlerweile scheint auch die Sonne und es herrscht ein angenehmer, kühler Wind.
Der zweite Tauchgang hat mit dem ersten nur den Tauchplatz gemein. Von der guten Sicht ist nichts mehr zu sehen, ja, es ist wirklich nichts mehr zu sehen. Von tollen 4 bis 5 Metern noch vor ein paar Stunden ist nun bei ablaufendem Wasser gerade noch ein einziger Meter übrig. Schade…aber es ist trotzdem schön…

Wegen des kühlen Windes und der nun fehlenden Sonne bleiben wir die meiste Zeit im Womo und warten hier in Zoetersbout ab, bis( unsere Tauchklamotten einigermaßen trocken sind.
Kaum zusammengepackt geht es los auf eine kleine Foto- und Videotour:
Über die Zeelandbrücke mit Aussichtsstop, Colinsplaat und Gersdijk überqueren wir Neelte Jans um nach einem Kurzen Stop am Plompe Toren in unserer bevorzugten Fittenbude „Friturelur“ einzukehren. Aber leider haben die Ruhetag!!

Gott sei Dank gibt es aber nicht nur eine Frittenbude auf Schouwen Duivenland. Wir entscheiden uns für den Besuch in „Even Pause“ am Tauchplatz Den Osse Nieuwe Kerkweg. Und es lohnt sich. Der Kibbeling ist lecker und wo bekommt man schon seine Pommes im Holzschuh serviert?
Schon während der Fahrt erzählt Ralf die ganze Zeit, dass er sich auf unseren kleinen Stellplatz in Kerkwerve freut und gerne einen Tag früher als geplant dorthin umziehen möchte.
Ob wir nicht auf dem Rückweg nochmal kurz dort vorbei fahren könnten?
Also tun wir das auch. Beim Blick um die Ecke sehen wir, dass unser geliebter Platz nicht belegt ist. Also klingeln wir mal bei Mirjam und Peter (Wir stören auch noch beim Abendessen – tut uns wirklich leid!)
Mirjam freut sich und meint nur, Euer Platz ist frei.


Und da leuchten sie, Ralfs Augen. Und wir parken und bleiben – angekommen in der Ruhe, wo man nicht eine Stellplatznummer ist, sondern ein Mensch – wie schön.
Das ist einen leckeren Tropfen wert. Und bei den heutigen Temperaturen ist es ein „Il Bruciato“ aus Bolgheri. Ein Wein für einen besonderen Anlass – perfekt für heute, um unsere Ankunft in der Ruhe zu feiern…
Und Morgen: WIe wäre es mit leckerer Kirschplunder in Wolphaartsdijke?