Pienza – Zu Fuss zur Capella Vitaleta

07. März 2020
Eine Ruhe war das letzte Nacht hier in Pienza…irgendwie scheinen wir gerade die einzigen Touristen hier zu sein. So erklärt es sich auch, dass wir gut ausgeschlafen bereits gegen 7 Uhr erwachen. Noch zeitig genug, um schon mal ins Orciatal zu lugen…aber heute morgen lohnt es sich nur bedingt, Aufnahmen zu machen. Vielleicht auch deshalb weil wir schon etwas zu spät dafür sind.
Egal…heute heißt es „Wandern“. Wir haben uns die wohl bekannteste Kapelle Italiens, die Capella Vitaleta, als unser Ziel ausgesucht. Mal schauen, was unsere Fellnasen dazu sagen.
Wir suchen uns eine Frühstücksbar mit etwas Sonne für einen schnellen Cappucino und ein Cornetto und dann geht es los.


Wir haben uns den Weg über den Aussichtspfad und das Romitorio ausgesucht. Kurz hinter der Pieve die Corsignano fällt unserem Amadeo ein, dass es ihm schon viel zu warm zum Laufen ist. Unseren „Citywagen“ haben wir nicht dabei. Oder besser: wir haben ihn noch nicht dabei!


Wir laufen das ganze Stück wieder gemeinsam zurück…geht ja nur bergauf..und holen den Wagen. Amadeo braucht ihn anscheinend auch ein wenig für seine Motivation, denn die ersten Kilometer legt er dann fast alleine neben dem Wagen zurück – geht ja auch bergab…Egal…es ist trotzdem wunderschön. Und es stimmt. Es ist fast ein wenig zu warm für eine derartige Wanderung. Über schöne markierte Wege und Pfade gelangen wir zu der Straße, die die etwas Bequemeren nehmen, um mit ihren Fahrzeugen etwa 200m von der Kapelle entfernt zu parken. Heute herrscht hier Gott sei Dank fast kein Verkehr….denn sonst würden uns die vorbeifahrenden Autos komplett einstauben.


Und dann sind wir endlich da….Und die ersten 20 Minuten haben wir die Kapelle für uns alleine. Danach müssen wir sie noch mit einem anderen Pärchen teilen. Aber das grenzt eher an Luxus. Normalerweise tummeln sich hier richtig viele Fotografen oder wie man so schön sagt „Follower“
…heute jedenfalls herrscht hier ein wunderbare Ruhe und das Wetter und der damit verbundene Himmel machen das Fotografieren zu einem echten Erlebnis.



Und dann sind die Bilder im Kasten und es geht fast den gleichen Weg wieder zurück. Immer schön mal mehr oder weniger bergauf….mit einer finalen Schleife. Und das genau so lange, bis man endlich wieder in Pienza angekommen ist. Aber die Anstrengung lohnt sich, denn die Ausblicke unterwegs sind einfach wundervoll.

Oben angekommen heißt es ersteinmal „Riesenwasserauftankstopp für alle. Wir haben auch ein wenig Platz für ein Mittagessen geschaffen, denn auf den richtig steilen Passagen des Weges hatten weder Amadeo noch Allie Lust, bei den Temperaturen (heute ist es wirklich viel zu warm für Anfang März) großartig zu laufen. Heißt: wir haben abwechselnd den voll besetzten Wagen den Berg hochgeschoben. Und das auf teilweise sehr holprigen Passagen.
Zum Mittagsimbiss wollen wir einen Tipp aus dem Internet ausprobieren. Den etwas außerhalb gelegenen Metzger „Bindi Enzo“. Und es ist wundervoll…denn dort gibt es frische, warme Porchetta im Knusperbrötchen oder wie es bei uns nur heißt : „Schweinebrötchen!“



Danach geht es weiter auf Landschaftstour und schließlich landen wir auf einem weiteren Tipp aus dem Netz (dieses Mal von einer italienischen Wohnmobilistenseite) : in Uopini bei „Il Sambuco“ vom historischen Zentrum Sienas ca. 4km entfernt. Der Stellplatz liegt sehr nett an einer Nebenstraße und die Begrüßung durch die Besitzer ist sehr herzlich. Beim Check-In geben wir unsere Documenti/Persos ab und es wird geschwatzt und gelacht und wir reservieren für ca. 20 Uhr einen Tisch im angeschlossenen, kleinen Restaurant. Oder sollten wir lieber Juwel sagen?
Denn das Essen ist superfrisch zubereitet, total lecker, wahrscheinlich nach Omas Rezept und das ganze Restaurant ist einfach nur liebenswert. Der Wein ist toll und an diesem Abend hat Ulli, wahrscheinlich des Weines und des hier gesprochenen Dialektes wegen einen Florentinischen Spruch im Ohr, den sie auch ganz offen mit dem Kellner in „nachgemachtem“ Dialekt bespricht.
„Una chocha Chola chon una channuccia chorta chorta“ Das heißt :“eine Coca Cola mit einem kurzen,kurzen Strohalm.“ Aber da in der Toskana das „c“ je nach Region als Zischlaut oder Luftzug gesprochen wird, macht es immer wieder Spaß diesen Satz von Einheimischen zu hören – Divertente, ja mehr als das. Der Wein ist lecker und zeigt seine Wirkung…Wann wir genau zum Womo zurückgehen, wissen wir nicht, aber ist ja eigentlich auch egal….der Abend war herrlich!!

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