Walnussbrot, Flammkuchen und Winnetou @Osthofen

21.Mai 2021

Endlich….Freitag nachmittag gegen 16 Uhr dreht Ralf den Zündschlüssel um und ein fast ungewohntes Geräusch dringt an unsere Ohren…nach einem noch schnell erledigten Coronatest geht es endlich los via Frankfurter Kreuz und Mainz, kurz am Rhein entlang in den Weinort Osthofen

Der Empfang auf unserem Stellplatz auf dem Weingut Grittmann ist sehr nett, ein Platz schnell gefunden und ein Glas leckerer Sauvignon Blanc befindet sich unmittelbar nach unserer Ankunft im Glas. Natürlich um anzustoßen auf diesen besonderen Moment, auf den nicht nur wir soooo lange gewartet haben.

Kurz danach geht es auf die erste Kurzwanderung, um ein wenig die Gegend zu erkunden.

Über einen zauberhaften Pfad erreichen wir die Bergkirche, natürlich nicht, ohne uns das angeblich schönste Probierhäuschen Rheinhessens, den sogenannten Leckzapfen (schon ein merkwürdiger Name) angesehen und natürlich auch abgelichtet zu haben.

Durch Weinfelder, ein Stück auf dem hier verlaufenden Jakobsweg und dem Lutherweg entlang, mit Blick zur Bergstraße gelangen wir wieder zu unserem Stellplatz. Dieser ist wirklich wunderschön. Was allerdings die Wohnmobilansammlung (angeblich ein hiesiger Womoclub) auf der zum Weingut gehörenden Wiese soll? Sieht auf jeden Fall aus wie „was scheren mich Coronaverordnungen“….

Egal, nichts ist vollkommen.


Unser Abendvergnügen beginnt mit dem Zubereiten eines einfachen Rührkuchens (halbes Rezept) und dem Anwerfen unseres mit extra hohem Glasdeckel versehenen Backtopfes.

Und dann geht es los mit dem ersten „Womo Aperitivo“ seit langem, während die vorbereiteten Kartoffeln und der grüne Spargel langsam auf Temperatur kommen, .

Es ist herrlich…auch das nachfolgende erste Womodinner nach dieser langen Pause – ein Genuss!

Zwischendurch benutzen wir noch unseren alten Gasgrill, um unseren Kuchen fertig zu backen. Den leckeren Kuchenduft können wir leider nicht mitliefern….aber schaut Euch einfach die Bilder an!

22. Mai 2021

Wie soll es anders sein….wir sind früh wach…die Bialetti „Kaffemaschine“ ist auch schnell in Betrieb und der Geruch alleine macht schon etwas munterer…

Schnell sind unsere Zauberbären versorgt und wir sind bereit für eine erste größere Tour in Osthofen.

Über die Bergkirche geht es durch den kleinen Weinort immer der mit Komoot geplanten Route entlang. Durch’s Tempelgässchen (noch so ein lustiger Name) geht es an einem kleinen Bach entlang zum nächsten Schild, das uns schmunzeln läßt.

Winnetou, Old Shatterhand oder aber Winnitouch und Käsesahne? Wir amüsieren uns köstlich über den Namen des Weingutes. Kurz danach steigen wir ein steiles Treppchen hinauf, um einen freien Blick auf den Leckzapfen zu erhaschen. Natürlich nicht ohne am Horizont nach Winnetou Ausschau zu halten.

Unsere Wanderung führt uns am nördlichen Ortsrand entlang, an durch den starken Wind wiegenden Jungkornfeldern vorbei. An einem Renaturierungsprojekt machen wir die von Allie und Amadeo lang ersehnte Pause. Nicht zum Ausruhen. Viel wichtiger…Frühstückspause…und immer mit dem Winnetou Soundtrack im Ohr…

Mit Blick nach Westhofen und ostseeverdächtigem Gegenwind gelangen wir auf die Einflugschneise nach Osthofen. Es ist ein wenig schade, dass es so bewölkt ist, aber es ist immerhin trocken. Und das wirklich genau so lange bis wir unseren Stellplatz erreichen, den die Womoclubgruppe just in diesem Moment (natürlich in der Gruppe – so macht man das doch gerade, oder?) verlässt.

Kaum angekommen heißt es: Brotnachschub herstellen! Fix ist die Hefe mit etwas Zucker angerührt und einige Minuten später der Vollkorn-Walnuss-Brotteig fertig zum gehen…

Und jetzt: die Sonne ist mittlerweile wieder da, einen Kaffee und den gestern frisch gebackenen Kuchen – ein Gefühl, als wäre man im Urlaub…
Neben dem ein oder anderen Gläschen des leckeren hiesigen Weines, einem „auf Distanz-Plausch“ mit den netten WInzern und einem Moment Augenpflege, steht nun ein nächstes Kulinarik-Highlight an:
Premiere für die Flammkuchenzubereitung auf dem Gasgrill.


Der Teig ist schnell gerührt. Mehl, Wasser, Salz und Öl zu einem glatten Teig verarbeiten. In zwei Hälften teilen und ein wenig ruhen lassen. – wenn man Hunger hat, kann man aber auch gleich loslegen! –

Als Unterlage für den Flammkuchen entscheiden wir uns für Backpapier, auf welches wir den Teig vorsichtig in Form drücken und ziehen. Überstehendes Papier wird einfach abgeschnitten.
Der Belag besteht aus Schinkenwürfeln, Creme Fraiche, Pfeffer und Salz.
Die Zutaten einfach in einer Schale verrühren.
Da bei unserem Grill die Hitze von oben kommt, backen wir den Teig des Flammkuchens vor. Wenn dieser in der Mitte beginnt braun zu werden, ist es Zeit den Belag draufzugeben und dann heißt es: u
Unter ständiger Aufsicht fertigbacken, bis er goldbraun ist.
Dabei immer die zu braun werdenden Stellen mit Belag bestreichen.
Kurz vorm Genuss mit frischem Petersilie, welchen wir aus Winzers Garten haben, bestreuen und
„Wohl bekomm’s!“


Es ist ein wundervoller, aber sehr kühler Maiabend. Er endet mit einem Lächeln auf unseren Gesichtern, mehr als zufrieden mit dem Flammkuchen, dem Winnetou-Soundtrack im Ohr, und dem Gefühl, etwas Strafe muss sein. Nämlich für die, für die die derzeitigen Regeln nur zum Teil zu gelten scheinen. Denn der Gruppengrillabend wird von oben mit einem wunderbaren, heftigen Schauer bedacht. Wohl nach dem Motto: Kleine Sünden straft der Herr sofort!!


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